Allgem. Informationen

Daten im Überblick

Postleitzahl: 56242
Bevölkerung: 1024 Personen
Fläche: 504 ha
   

Informationen

Die Gemeinde zählt heute 1024 Einwohner und ist 504 ha groß, davon ca. 200 ha Waldfläche.
Marienrachdorf ist ein typisches Westerwalddorf. Es liegt zwischen der Kreisstadt Montabaur und Hachenburg.
Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist katholisch.   Mittelpunkt der Gemeinde ist die schöne Kirche "Maria Himmelfahrt" mit ihrem Turm romanischer Bauart, der noch aus den Jahren um 1300 stammt.
Der Ort wurde 1190 erstmals in alten Urkunden erwähnt.

Auf dem neuen Dorfplatz steht das alte Backhaus, ein schmuckes Fachwerkgebäude.
Im ersten Stock ist das Bürgermeisteramt untergebracht, im Erdgeschoß sind die Backöfen, diese werden besonders bei Vereinsfesten benutzt.

Im 30-jährigen Krieg (1637) bestand das Dorf nur noch aus vier Mann. Der Krieg wirkte sich verheerend auf die Gemeinde aus. Es gab Plünderungen, Teerung, Hungersnot und Seuchen. Auch die Weltkriege hinterließen tiefe Wunden. 1664 gab es nur 10 Untertanen. Um 1683 lebten in Marienrachdorf 15 Familien an 11 Feuerstellen. 1787 zählte die Gemeinde noch 175 Einwohner. 1885 stieg die Zahl auf 335 und bis 1950 auf 555 an. Auch der 2. Weltkrieg hinterließ viele Wunden.

Heute ist Marienrachdorf Standort einer Grundschule. Die Kinder aus den Gemeinden Freirachdorf, Maroth, Krümmel, Sessenhausen, Ellenhausen und Marienrachdorf werden hier unterrichtet.
Eine Schulsporthalle mit Mehrzweckteil ist Bestandteil eines lebendigen Dorfes..
Zum Kindergartenzweckverband Marienrachdorf gehören auch die Gemeinden Ellenhausen, Krümmel und Maroth.

1991 feierte die Ortsgemeinde unter Mitwirkung der Ortsvereine ihr 800-jähriges Bestehen.

Für ein reges Vereins- und Gemeinschaftsleben sorgen der gemischte Kirchenchor "Cäcilia", der Musikverein, der Sportverein mit seinen Untergruppierungen, der Angelverein, der Taubenzuchtverein, der Karnevalsverein und nicht zuletzt die Freiwillige Feuerwehr.
Zum festen Bestandteil der Dorfgemeinschaft gehören die regelmäßigen Veranstaltungen des Seniorenkreises, der Frauengemeinschaft und des Mutter-Kind-Kreises unter Regie der Kath. Pfarrgemeinde. Die Hardanger Stickerinnen , dass sind Frauen aus Marienrachdorf,  die sich alle 14 Tage im Bürgermeisteramt treffen, gehören ebenfalls zum aktiven Dorfleben dazu.

Die Gemeinde Marienrachdorf ist trotz ihrer 818 Jahre eine sehr junge, aufstrebende Gemeinde.
In den Jahren 87-88 wurde ein Dorferneuerungsprogramm erstellt.
Es wurden schon einige Projekte aus Mitteln des Landes bezuschusst, z.B. der Ausbau von Straßen, der Bau des Buswendeplatzes, der Sporthalle mit Mehrzweckteil, des Sportstadions mit Naherholungsgebiet, des Dorfplatzes und des Kinderspielplatzes.
Es wurden auch einige Projekte in Eigenleistung durch die Ortsvereine verwirklicht. Die Gemeinde gab hohe Zuschüsse zu den Materialkosten.
Es wurden ein Feuerwehrhaus, ein Sportlerheim, ein Jugendraum und eine Fischerhütte errichtet.
Durch unseren ehemaligen Pfarrer Theobald Siebenmorgen wurde eine Marienkapelle mit einem Kreuzweg erbaut. 1991 wurden Fahnen mit dem Ortswappen angeschafft. Eine Gaststätte, die vor wenigen Jahren neu erbaut wurde ist ebenfalls ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Außerdem wurde 1999 das Neubaugebiet "Auf der roten Erde" erschlossen und mitlerweile fast vollständig bebaut.

Marienrachdorf ist ein liebenswerter Wohnort.

(Text: Marianne Herkenroth)

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